
Waldmössingen, 12.11.2025 – Neuer Zweispindler: Mit der BF 12-21D bringt die Schwäbische Werkzeugmaschinen GmbH (SW) eine kosteneffiziente und dynamische Lösung für die Zerspanung von Strukturbauteilen auf den Markt. Als Antwort auf den aktuellen Automobiltrend zu druckgegossenen Aluminium-Karosserieteilen eignet sich die Maschine insbesondere für die Großserienfertigung von Karosserie- und Chassisbauteilen.
„Druckgussteile aus Aluminium werden im Fahrzeugkarosserie-Bau immer häufiger verwendet“, erklärt Michael Kreuzberger, Produktmanager bei SW. „Bei solchen Werkstücken spielt die Fertigungsgenauigkeit eine geringere Rolle als bei Teilen wie Getriebe- oder Statorgehäusen – umso wichtiger ist aber ihre wirtschaftliche Fertigung.“ Mit der BF 12-21D, die das Unternehmen auf der EMO 2025 erstmals live präsentierte, reagiert SW auf genau diesen Trend: Dank neuem Maschinenkonzept stellt die Maschine eine kosteneffizientere Lösung für Anwendungen mit höheren Fertigungstoleranzen dar.
Geschwindigkeit trifft Wirtschaftlichkeit
Im Gegensatz zu anderen SW-Maschinen setzt die BF 12-21D auf einer neuen Maschinenplattform auf. Zusätzlich kommt ein hybrides Antriebssystem zum Einsatz, bei dem die X- und Z-Achsen mit Linearmotoren sowie die Y-Achse durch Kugelrollspindeln angetrieben werden. Dabei erreichen die Antriebe eine maximale Dynamik von bis zu 120m/min Eilgang und 20 m/s² Beschleunigung. Gleich bleibt im Vergleich zu anderen SW-Anlagen die hohe Produktivität: Dank zwei Spindeln mit unabhängigen Dreiachs-Einheiten wird die Anlage auch Produktionslinien mit hohen Fertigungsvolumina gerecht. „Als Zweispindler funktioniert die BF 12-21D im Endeffekt wie zwei Maschinen in einer“, betont Michael Kreuzberger. „Von der Leistung her ersetzt sie zwei herkömmliche Einspindler – benötigt dabei aber lediglich eine Maschinenperipherie, also etwa nur eine Steuerung, einen Schaltschrank, ein Hydraulikaggregat, eine KSS-Anlage und so weiter. Auf geringerer Stellfläche kann sie so einen deutlich höheren Output erzielen.“

Maximale Produktivität
Beide Spindeln verfügen über ein eigenes Werkzeugmagazin und arbeiten in jeweils unabhängigen Arbeitsräumen – sie können jedoch auch in einen Arbeitsraum gemeinsam arbeiten. So kann beispielsweise bei automatisiertem Bauteilwechsel in einem Arbeitsraum die zweite Spindel im anderen Arbeitsraum unterstützen. Die dadurch entstehende Möglichkeit der quasi hauptzeitparallelen Beladung erhöht die Produktivität weiter. Standardisierte Kommunikationsschnittstellen für Automation und MES-Systeme sowie ein in das Bedienkonzept integriertes Tablet erlauben zudem die einfache Status- und Fernüberwachung der Anlage und maximieren so die Maschinenverfügbarkeit.
Messefeedback bestätigt Bedarf
Einsatz soll die BF 12-21D vor allem im Automobilbereich finden. Der Bedarf an entsprechenden Lösungen zeigte sich auch auf der EMO 2025, wo die Maschine ihren ersten Messeauftritt absolvierte: „Die Eindrücke der Messe haben uns bestätigt, dass die Nachfrage nach wirtschaftlichen Lösungen im Automobilmarkt derzeit besonders hoch ist“, so Michael Kreuzberger. „Diesem Anspruch werden wir mit der BF 12-21D gerecht – ohne dass Unternehmen dabei Verluste in der Dynamik oder Produktivität hinnehmen müssen.“
