SW auf der EMO 2025

Waldmössingen, 02. Juli 2025 – Die passende Lösungen für jede Anwendung, ob Klein- oder Großserienfertigung: Unter diesem Ansatz präsentiert die Schwäbische Werkzeugmaschinen GmbH (SW) auf ihrem Stand C05 in Halle 12 der diesjährigen EMO in Hannover gleich zwei Neuheiten. Das innovative Sfix-System (Smart Fixture) ist in der Lage, modulare Spannvorrichtungen für Werkstücke automatisiert zusammenzubauen, um so auch bei geringen Stückzahlen effizient und präzise zu spannen. Mit der neuen Werkzeugmaschine BF 12-21D reagiert SW außerdem auf den aktuellen Automobilbau-Trend zu druckgegossenen Aluminium-Karosserieteilen.

Gemäß dem diesjährigen Messemotto „Innovate Manufacturing“ zeigt die Schwäbische Werkzeugmaschinen GmbH auf der EMO ihre Antwort auf aktuelle Trends und Bedarfe in der Produktionstechnologie. „Insbesondere außerhalb der Automobilbranche sehen wir ein großes Optimierungspotential in der Mittel- und Kleinserienfertigung, die eine größere Flexibilität und Modularität von Herstellern verlangt“, so Michael Kreuzberger, Produktmanager bei SW. „Mit unserem neuen Sfix-System reagieren wir darauf – und revolutionieren gleichzeitig die Spannvorrichtungstechnik: Durch Automation bringen wir eine höhere Produktivität auch in Produktionslinien mit kleineren Losgrößen.“

Modulares und automatisiertes Spannen

Das Sfix-System bietet die Lösung für einen der größten Zeitfresser beim Spannen kleiner bis mittlerer Produktserien: Während Unternehmen mit hohen Fertigungsvolumina meist spezielle Spannvorrichtungen für jedes ihrer Produkte besitzen, ist dieser Ansatz für kleine Losgrößen unwirtschaftlich. Für viele Hersteller ist die langfristige Lagerung mehrerer verschiedener Vorrichtungen platzbedingt unmöglich und sorgt dafür, dass sich Kosten anhäufen. Entsprechend müssen sie für jede neue Produktserie stets manuell eine neue Spannvorrichtung erstellen. Das Sfix-System bietet eine flexible Lösung für diese Herausforderung: Es automatisiert den Zusammenbau der passenden Spanntechnik für jedes Werkstück – und liefert Anwendern mit einer einmaligen Investition eine nahezu unbegrenzte Anzahl an Spannvorrichtungen. Die Basis dafür bildet SWs patentierte Sfix plate die zur freien Positionierung von Komponenten mit versenkbaren Stiften ausgestattet ist. An diesen Stiften können dann verschiedene Spannmodule befestigt werden, um die individuell benötigte Spannvorrichtung zu bauen.

Die Vorteile des Sfix-Systems gehen aber über die modulare Mechanik hinaus: In der sogenannten Sfix-cell, die SW auf seinem Stand auf der EMO präsentiert, wird die jeweilige Spannvorrichtung innerhalb kürzester Zeit vollautomatisiert zusammengestellt. Die Zelle ist dafür mit allen benötigten Spannelementen und Werkstückträgern sowie einem Roboter ausgestattet. Anwender müssen nur im CAD-Modell die Spannpunkte festlegen und die Vorrichtung planen, dann generiert das smarte und KI-gestützte System eine Stückliste der dafür benötigten Elemente und programmiert automatisch den Roboter zum Zusammenbau der Spannvorrichtung. „Mit dem Sfix-System entfällt die aufwendige manuelle Vorbereitung der Spannvorrichtungen komplett“, betont Kreuzberger. „Was früher mehrere Stunden gedauert hat, erledigt die Zelle in wenigen Minuten. Zusätzlich verbraucht die Sfix-cell nur wenig Stellfläche – und macht die Lagerung vorhandener großer Vorrichtungen obsolet.“ Wie schnell das System eine Spannvorrichtung zusammenbauen kann, zeigt SW auf der EMO in Live-Demonstrationen.

Neue Maschine für aktuelle Trends

Der Messestand von SW bietet aber nicht nur Lösungen für kleine Losgrößen: Mit der BF 12-21D wartet das Unternehmen auch mit einer neuen Werkzeugmaschine für hohe Fertigungsvolumina auf. Als Teil von SWs BF-Baureihe ist die Anlage dabei speziell auf die schnelle Bearbeitung von Rahmen- und Strukturbauteilen ausgerichtet. „Im Automobilbau sehen wir eine klare Entwicklung hin zur Verwendung von Aluminium-Druckgussteilen für die Fahrzeugkarosserie“, erklärt Kreuzberger. „Diese Teile benötigen eine geringere Fertigungsgenauigkeit als beispielsweise Getriebe- oder Statorgehäuse. Mit der BF 12-21D bieten wir ein wirtschaftliches und dynamisches Maschinenkonzept für genau diese Anwendungen.“

Dabei unterscheidet sich die BF-Maschinenreihe in ihrem Aufbau von anderen Maschinen SWs: Um den speziellen Marktbedingungen gerecht zu werden, arbeitet sie mit einem hybriden Design, bei dem die X-Achse mit Linearantrieb, die Y- und Z-Achse durch Kugelrollspindeln angetrieben wird. Um auch hohe Anforderungen an die Produktivität problemlos zu erfüllen, setzt SW zudem auf bewährte Doppelspindligkeit: Mit zwei Drei-Achs-Einheiten und je einer Spindel pro Arbeitsraum kann die BF 12-21D zwei herkömmliche Einspindler ersetzen – und auf geringerer Stellfläche höheren Output erzielen. Bei Bauteilwechsel in einem Arbeitsraum kann die zweite Spindel im anderen Arbeitsraum für noch höhere Produktivität unterstützen.

Maximaler Output pro Stellfläche

Für maximale Produktivitätsansprüche stellt SW auf der EMO zudem ein bewährtes Bearbeitungszentrum aus: Die BA 442 zählt zu den schnellsten und nachhaltigsten Maschinen SWs, mit vier Spindeln bringt sie höchste Effektivität pro Fläche bei gleichzeitiger Energieeffizienz. Im Vergleich zu vier Einspindlern können Anwender mit der BA 442 rund die Hälfte der benötigten Energie sparen und benötigen dabei auch noch deutlich weniger Hallenstellfläche. Dabei sorgt SWs Monoblockbauweise für hohe Maschinensteifigkeit und entsprechend hohe Genauigkeit. Das Werkzeugmagazin ist mit bis zu 232 Werkzeugen eines der größten im ganzen SW-Portfolio.

Auf der EMO zeigt die BA 442 ihre Leistung an zwei unterschiedlichen Anwendungen: Während die eine Tischseite ein Hydraulikventil bearbeitet, präsentiert die andere Tischseite das Freiformflächenfräsen per 5-Achs-Simultanbearbeitung. „Die BA 442 ist für alle Branchen geeignet, in der höchste Produktivität auf hohe Qualitätsansprüche trifft“, betont Kreuzberger. „Damit zeigen wir auf der EMO Lösungen für jeden Bedarf. Und genau das ist unser Anspruch: Als Systemanbieter in jeder Anwendung das beste Ergebnis für unsere Kunden herauszuholen – einfach best per part.“

Hannover 22.-26. September 2025, Halle 12, Stand C05