
Hannover, 18.- 23. September 2023
Auf der diesjährigen EMO, der Weltleitmesse für Metallbearbeitung, präsentiert die Schwäbische Werkzeugmaschinen GmbH (SW) in Halle 12 am Stand C04 gleich zwei Messeneuheiten: das CNC-Bearbeitungszentrum BA W03-22 mit zwei Spindeln sowie die BA profile, ein neues Maschinenkonzept zur Bearbeitung von Profilen. Außerdem zeigt SW mit der BA space3 ihre derzeit größte Maschine für die Bearbeitung von Batteriegehäusen und bietet Einblicke in aktuelle Trends in der Fertigung wie Rührreibschweißen und Giga Casting. „Innovate Manufacturing“ ist das Thema der diesjährigen EMO und trifft damit genau den Kern des Unternehmensmottos „Smart Manufacturing Solutions“ von SW. „Für uns sind innovatives und smartes Fertigen zwei Seiten der gleichen Medaille“, sagt André Harter, Head of Marketing and Business Development bei SW. „Beides erlaubt es uns, individuell und effizient auf die Bedürfnisse unserer Kunden einzugehen.“ Auf der weltweit größten Messe für Metallbearbeitung zeigt der Marktführer im Bereich Mehrspindler drei Maschinen aus seinem umfangreichen Angebot an smarten Fertigungslösungen, zwei davon zum ersten Mal.

Effizienz-Boost für die Automotive Industrie
Produktivität, Flexibilität, Modularität und Konnektivität sind die wichtigsten Faktoren für SW, um u.a. Herausforderungen im schnell wachsenden Bereich der E-Mobilität mit effizienten Systemlösungen begegnen zu können. Bestes Beispiel dafür ist das neue CNC-Bearbeitungszentrum BA W03-22. Dank hoher Präzision und Effizienz ist der Zweispindler ideal für die Produktion hochwertiger Werkstücke in mittleren und großen Serien für die Automobilindustrie. Verglichen mit einer einspindligen Maschine lassen sich die Zykluszeiten um ein Vielfaches reduzieren, was maximale Produktivität gewährleistet. „Wir haben das bewährte Maschinenkonzept der 3er Baureihe um eine zweispindlige Zweiplatzmaschine erweitert. Mit den in der Maschine eingebauten Linearmotoren sind noch schnellere Achsbeschleunigungen möglich“, erklärt Harter. „So erzielen wir mehr Dynamik und Geschwindigkeit im Vergleich zu einem Kugelgewindetrieb wie beim Modell BA 322, zum Beispiel mit 20 Prozent schnelleren Span-zu-Span-Zeiten.“ Mit 300 mm Verfahrweg positioniert die BA W03-22 auch in G0 um 30 Prozent schneller als die BA 322. Die Maschine ist die erste von SW, die mit der Siemens Steuerung Sinumerik One ausgestattet ist.
Flexible Bearbeitung mit der BA profile und BA space3
Ein weiteres Highlight in Hannover ist die neue BA profile. „Damit lassen sich Profile aus verschiedenen Materialien unter anderem für die LKW und Automotive Industrie bis zu einer Länge von 2.500 mm problemlos fräsen“, erklärt Harter. Die zweispindlige Maschine in Kompaktbauweise verfügt über zwei Arbeitsräume und ermöglicht die Bearbeitung auf zwei Arbeitstischen pro Seite. Die Beladung erfolgt wahlweise mittels Automation oder ergonomisch manuell. Mit der BA space3 zeigt SW außerdem die bislang größte Maschine im eigenen Portfolio auf der Messe. Diese eignet sich besonders für die Bearbeitung großer Batteriegehäuse und zahlreicher Strukturbauteile, die für den wachsenden E-Fahrzeugmarkt, in der Luftfahrt oder der Landwirtschaft benötigt werden – Stichwort Gigacasting: Statt einer Vielzahl einzelner, miteinander verschweißter oder verschraubter Teile kommen wenige, jeweils aus einem Stück gegossene und bearbeitete Großbauteile zum Einsatz. So entstehen beispielsweise Underbodies, Subframes oder ganze Frontrahmen für den Bau von Elektrofahrzeugen. Das Be- und Entladen der BA space3 am Messestand übernimmt ein Roboter.

Trends in der Fertigung am Stand in Halle 12
Darüber hinaus präsentiert SW auf der EMO weitere Technologien für die Bearbeitung von Aluminium, Stahl, Gusseisen, Stahlguss und Leichtmetallen. „Wir wollen auf der Messe nicht nur unser Portfolio darstellen, sondern uns mit Kunden, Experten und Fachleuten auch über Branchenthemen wie Nachhaltigkeit, Rührreibschweißen und Giga Casting austauschen“, beschreibt Harter seine Erwartungen an die EMO 2023. „Dank Rührreibschweißen (Friction Stir Welding) bringen wir beispielsweise mehr Nachhaltigkeit in die Fertigung, indem wir bei niedrigeren Temperaturen und ohne Schutzgas arbeiten. Das verringert sowohl Energieverbrauch als auch Emissionen deutlich.“
Mehr, als man auf den ersten Blick sieht
„Unser Ziel ist es, die Besucherinnen und Besucher auf der Messe mit der Vielfalt unserer Systemlösungen zu überraschen“, fasst André Harter zusammen. „Vielen ist gar nicht bewusst, wie breitgefächert unser Portfolio und wie umfangreich unsere Linienkompetenz eigentlich ist.“ Mit flexiblen Fertigungsmodulen, digitaler Vernetzung der Prozesskette und gemeinsam mit den Kunden entwickelten, intelligenten Automationslösungen liefert SW maßgeschneiderte Fertigungslösungen, die genau auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt sind.

